Das Kunststofffenster ist der Preis-Leistungs-Sieger

Zwei Fensterrahmen aus Kunststoff

Kunststofffenster gibt es auch in Holzoptik und vielen weiteren Varianten, Bild: © Laurentiu Iordache - Fotolia.com

Wenn es um Materialien für Fensterrahmen geht, ist das Kunststofffenster ganz vorne mit dabei. Laut Branchenangaben sind stolze 57,6 Prozent aller Fenster in Deutschland Kunststofffenster. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass Kunststofffenster sich gegen einen starken Konkurrenten behaupten müssen: das Holzfenster. Holz hat viele gute Eigenschaften und eignet sich für den modernen und energieeffizienten Hausbau ausgezeichnet. Dass das Kunststofffenster trotzdem so beliebt ist, hat natürlich seine Gründe.

Der bekannteste davon ist der Preis. Kunststofffenster sind die preiswertesten Fenster. Nach einer Übersicht des Verbandes Fenster + Fassade ist der durchschnittliche Preis für ein Kunststofffenster mit Dreifachverglasung und den Maßen 1,3 * 1,3 Metern bei 465 Euro zu sehen, inklusive Montage und Mehrwertsteuer. Freunde des gepflegten Sarkasmus reduzieren die Beliebtheit des Fensters mit Kunststoffrahmen gerne auf diesen Sachverhalt. Damit machen Sie es sich aber ein wenig zu einfach, denn das Kunststofffenster hat noch mehr zu bieten.

Kunststofffenster sind pflegeleicht und effizient

Ein sehr schöner Punkt des Kunststofffensters ist, dass es nur wenig Pflege braucht. Ein Holzfenster benötigt deutlich mehr Aufmerksamkeit, da es von sich aus gegen Witterung, UV-Strahlung oder Schädlingsbefall nur wenig resistent ist und durch zusätzlichen Anstrich davor geschützt werden muss. Ein Kunststofffenster  ficht das nur wenig an und so ist es sehr langlebig. Leichte Pflegemittel reichen völlig aus, um ein Kunststofffenster langfristig in Schuss zu halten. Bei Schäden am Rahmen ist dieses Fenstermaterial leider nicht mehr ganz so pflegeleicht, denn Beschädigungen kann man selbst nur schwer wieder in Ordnung bringen, während man bei einem Holzfenster mit etwas Schliff und Lack wieder im Rennen ist.

Kunststofffenster fertigt man hauptsächlich aus PVC unter Zugabe verschiedener Stabilisatoren. Zusätzlich haben diese Kunststofffenster oft einen Metallkern, um zu mehr Festigkeit zu verhelfen. Da Kunststoff sehr plastisch ist, sind die Profile leicht herzustellen und ein komplexer Aufbau (Mehrkammersystem) für maximale Energieeffizienz sehr einfach zu erreichen. Diese "thermoplastizität" ist allerdings gleichzeitig auch ein Nachteil der Kunststofffenster, denn unter starken Temperaturschwankungen kann es vorkommen, dass sich der Fensterrahmen verzieht und nicht mehr so leicht zu öffnen oder schließen ist.

Komfort ist bekanntlich nicht alles. Wenn man ein schönes und pflegearmes Fenster sein Eigen nennt, das aber die Wärme wie ein weit offenes Scheunentor nach draußen schleust, hat außer dem Energieversorger auch keiner lange Freude an den neuen Fenstern. Deshalb sollten Sie schon einen etwas genaueren Blick auf den U-Wert von Fenster & Fensterrahmen werfen, damit man nicht Nachbars Garten mit beheizt. Das sieht auch der Gesetzgeber ähnlich und hat deswegen einen Mindest-U-Wert in der Energieeinsparverordnung (EnEV) formuliert, den man erreichen muss. Ein U-Wert von 1,3 für das gesamte Fenster ist derzeit das Minimum. Das wird aber von einem aktuellen Kunststofffenster in der Regel erreicht.

Sie wollen Kunststofffenster einbauen oder brauchen noch Kontakt und Beratung mit einem Experten? Hier finden Sie Fachbetriebe für Fensterbau aus Ihrer Region, die Ihnen gerne weiterhelfen. Mit unserem Fensterrechner können Sie übrigens schnell selbst errechnen, ob sich neue Fenster für Sie lohnen.