Holzfenster: traditionsbewusst, energiesparend, umweltschonend

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Fenster aus Holz mit Dreifachverglasung, © istockphoto.com / Suljo

Holzfenster sind der Klassiker unter den Fenstermaterialien. Besonders bei Einfamilienhäusern sind Holzfensterrahmen kein ungewöhnlicher Anblick. Das liegt aber nicht nur daran, dass Holz schon viel länger als Baustoff genutzt wird als Aluminium oder Kunststoffe. Fenster aus Holz sind nicht nur optisch ansprechend, sondern überzeugen mit guten baupyhsikalischen Eigenschaften und ökologischen Pluspunkten. Betrachten wir die Vor- und Nachteile der Holzfenster einmal genauer:

Preislich sind Holzfenster recht deutlich im Mittelfeld einzuordnen. Laut Verband Fenster + Fassade (hier) liegt der Durchschnittspreis für ein Fenster mit 1,3*1,3m und einer Dreifachverglasung bei 608 Euro inklusive Montage und Mehrwertsteuer. Das sind 143 Euro mehr pro Fenstereinheit als bei Kunststoff, aber 118 Euro weniger als bei Aluminiumfenstern.

Holz ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff mit einer guten CO2- und Ökobilanz. Für sich genommen zählt das nicht automatisch viel, denn ein Fensterrahmen aus einem exotischen Tropenholz zweifelhafter Abkunft inklusive transatlantischem Transport verhagelt einem die gute Ökobilanz schon ordentlich. Achtet man aber darauf, dass das Holzfenster aus einem regionalen Holz (das nachhaltig bewirtschaftet gewonnen wurde) gefertigt worden ist, ist ein Fenster aus Holz unter Umweltgesichtspunkten die beste Wahl. Auch die Entsorgung stellt sich im Vergleich zu anderen Stoffen sehr unkompliziert dar. Holzfenster dämmen von Haus aus sehr gut. Die entsprechenden U-Werte brauchen sich vor Kunststofffenstern und Aluminiumfenstern nicht zu verstecken.

Holz leitet Wärme von Natur aus nicht besonders gut und somit eignen sich Holzfenster gut für den modernen und energiesparenden Hausbau. Natürlich zählt hier nicht nur der Rahmen. Sie sollten auch auf eine gute Verglasung achten. Wie viel Sie durch einen Tausch der Verglasung oder der ganzen Fenster durch modernere Varianten sparen können, zeigt Ihnen unser Fensterrechner.

Leider sind Holzfenster allerdings im Gegenzug wartungs- und pflegeaufwändiger als Kunststofffenster. Sie müssen vor Witterungseinflüssen, UV-Strahlung und Befall durch Schädlinge zusätzlich geschützt werden. Dies erfolgt zwar inzwischen meist schon werkseitig beim Hersteller durch spezielle Imprägnierung und Lasierung sichergestellt. Das hält einige Jahre, aber auf Dauer kommt man um einen Mehraufwand bei einem Fenster aus Holz nicht herum. Meist reicht neben einem leichten Reinigungsmittel ein wenig milde Pflegemilch allerdings aus. Dafür ist ein Holzrahmen viel leichter reparieren als ein Kunststoffrahmen, wenn es zu kleineren Schäden gekommen sein sollte. Hier reicht oft ein wenig Schliff und neuer Lack und das Holzfenster ist wieder gut in Schuss.

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Es hängt natürlich auch viel davon ab, welches Holz man für sein Holzfenster verwenden möchte, denn verschiedene Hölzer unterscheiden sich stark in Farbe, Ästhetik und Dämmeigenschaften. Hier sollten Sie das Gespräch mit dem Fensterbauer Ihres Vertrauens suchen, um das passende Fenster zu finden. Übrigens gibt es auch Verbundfenster, in denen mehrere verschiedene Stoffe zum Einsatz kommen. Ein Beispiel ist das Holz-Aluminium-Fenster. Dort bekommt ein Holzfenster eine Aluminiumverschalung verpasst, was ihm unter anderem eine höhere Wetterfestigkeit verleihen soll, ohne die Vorteile des Werkstoffes Holz in den Hintergrund treten zu lassen.

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