Fensterrahmen und -Materialien im Überblick

Fensterrahmen Schnittbild

Ein Fensterrahmen muss vielen Einflüssen standhalten,
Bild: ift Rosenheim

Ein Fensterrahmen hat natürlich eine ästhetische Komponente. Es macht schon einen Unterschied, ob man traditionell orientierte Holzfenster oder modern anmutende Aluminiumfenster in das Haus einbaut. Doch der Fensterrahmen hat auch bauphysikalische Eigenschaften, die sich direkt auf die Energieeffizienz und die Behaglichkeit des Inneren auswirken. Hier zeigen wir die gängigen Arten von Fensterrahmen in der Kurzvorstellung. Wenn Sie sich besonders für ein bestimmtes Material interessieren, kommen Sie über die entsprechenden Links zum jeweiligen Haupttext.

Die Durchschnittspreise für ein Fenster mit dem jeweiligen Material haben wir der Studie "Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern" des Verbandes Fenster + Fassade und des Bundesverbandes Flachglas e.V. entnommen (hier als PDF nachzulesen). Sie gelten für ein Fenster mit den Maßen 1,3 * 1,3 Metern mit Dreifachverglasung (Uw=0,95 W/m2K, g=60%) inklusive Montage und Mehrwertsteuer (April 2014: 19%).

 

Die gängigen Materialien für Fensterrahmen und ihre Vor- und Nachteile

  • Fensterrahmen aus Kunststoff halten den größten Anteil an den Fensterrahmen in Deutschland. Nach Schätzungen der Fensterbranche (s.o.) sind etwas über fünfzig Prozent der in Deutschland verbauten Fensterrahmen aus Kunststoff. Fensterrahmen aus Kunststoff halten die goldene Mitte, was verschiedene Eigenschaften betrifft, denn Fenster aus Kunststoff sind günstig, leicht zu reinigen und zu warten und sind in allen denkbaren Farben und Formen erhältlich. Dazu erreichen sie recht niedrige U-Werte. Sie warten also mit guten Dämmeigenschaften auf und lassen die Wärme nicht so leicht aus den Räumlichkeiten entfliehen. Witterungseinflüsse oder andauernde Beanspruchung lassen diese Fenster relativ kalt. Nur bei Reparaturen zeigt sich ein Fensterrahmen aus Kunststoff widerspenstiger als ein Holzfenster. Die Preise für Kunststofffenster liegen bei ungefähr 465 Euro.
  • Fensterrahmen aus Holz finden sich besonders häufig in Einfamilienhäusern. Diese Rahmen sind der absolute Klassiker unter den Fensterarten. Das liegt nicht nur daran, dass Holz der älteste Baustoff schlechthin ist - Fensterrahmen aus Holz überzeugen auch mit ihren weiteren Vorteilen. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und hat eine gute Umweltbilanz, wenn man nicht gerade Tropenholz verwendet, wovon wir an dieser Stelle deutlich abraten möchten. Holzfenster besitzen sehr gute U-Werte - weitaus bessere als Aluminiumfenster und auch den Vergleich mit Kunststofffenstern braucht der Fensterrahmen aus Holz nicht zu scheuen. Ein Holzfenster braucht allerdings ein bisschen mehr Pflege als ein Kunststofffenster und muss per Anstrich gegen Witterungseinflüsse, UV-Strahlung und Schädlingsbefall geschützt werden. Hier liegen die Kosten bei circa 608 Euro.
  • Fensterrahmen aus Aluminium findet man eher im gewerblichen Bereich. Im Einfamilienhaus trifft man Aluminiumfenster eher selten an. Sie sind sehr leicht und widerstehen Witterungseinflüssen ausgezeichnet. Lange Zeit waren Fensterrahmen aus Aluminium ihren Kollegen aus Holz oder Kunststoff allerdings in puncto U-Wert deutlich unterlegen. Inzwischen gibt es jedoch auch Aluminiumrahmen, die den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) genüge tun und vergleichbare Werte wie die obigen Rahmen erreichen. Sie sind dafür allerdings teurer als Fensterrahmen aus Holz oder Kunststoff. Den Kaufpreis ordnet die genannte Studie bei 926 Euro ein.
  • Schlussendlich gibt es noch Mischformen wie den Holz-Alu-Fensterrahmen. Hier versucht man, das beste beider Welten zu verbinden. Das Innere des Rahmens ist aus Holz, während die Außenschale aus Aluminium besteht. So bekommt der Bauherr die Optik und die Widerstandskraft des Aluminiumfensters in Kombination mit den angenehmen Holzeigenschaften und Dämmwerten. Dieser Fensterrahmen mit mehreren Materialien liegt schätzungsweise bei 759 Euro.
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