Fenster mit Doppelverglasung: doppelt so gut?

Fenster mit Doppelverglasung

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Bis Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts hatten herkömmliche Fenster nur eine Scheibe. Kasten- und Verbundfenster besaßen eine doppelte Einzelverglasung. Sie taten ihren Zweck durchaus, aber in Sachen Energieeffizienz gab es doch noch einiges zu tun. Fenster mit Doppelverglasung und unbeschichtetem Isolierglas stellen einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Fensterverglasung dar: Während Fenster mit nur einer Scheibe Uw-Werte von durchaus 5 - 6 aufwiesen - Kasten- und Verbundfenster waren mit einem Uw-Wert von durchschnittlich Uw=2,4 deutlich besser - unterschreiten heutige Fenster mit Dreifachverglasung schon die 1.

Doppelverglasung im Detail

Fenster mit Doppelverglasung treten mit der ersten Wärmeschutzverordnung 1978 das erste Mal in großer Stückzahl in Erscheinung. Die ersten Versionen hatten nach Branchenangaben einen Uw-Wert von durchschnittlich 2,7 und in der einen oder anderen Form bis Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts in großflächigem Gebrauch.

Zwei Scheiben mit einer dazwischenliegenden Luftschicht lassen weniger wertvolle Wärme durch die Fenster verloren gehen. Ein Randverbund schließt dem Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben ab, so dass keine Luft austritt oder Feuchtigkeit eindringt. Auf Dauer bleibt der Randverbund allerdings nicht dicht. Über die Jahre hinweg wird der Randverbund zwangsläufig undicht. Entwicklungen wie die "warme Kante" sorgen dafür, dass die Wärmeverluste auf Dauer trotzdem möglichst gering bleiben. Zusätzlich beschichtet man eine der beiden Scheiben mit einer Metall- oder Metalloxidschicht. Das verringert Wärmeverluste weiter. Diese Schicht strahlt Wärme wieder in den Raum zurück. Man spricht hier von "Low-E-Glas" (Low Emissivity) oder auch von wärmelängenselektiver Beschichtung. Weiterhin ersetzte man die Luftfüllung zwischen den Scheiben durch Edelgase wie Argon oder Krypton.

Moderne Fenster mit Low-E-Doppelverglasung errichen einen beachtlichen Uw-Wert von durchschnittlich 1,5 oder besser. Gar nicht so weit weg von den Anforderungen der aktuellen EnEV 2014, die einen U-Wert von 1,3 für ein Fenster fordert. Das gilt allerdings für das gesamte Fenster, nicht für die Verglasung. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man einen ebenso kritischen Blick auf den Fensterrahmen wirft, wenn man zum Kauf neuer Fenster schreitet.

Was spare ich mit Doppelverglasung oder Dreifachverglasung?

Überschlägig kann man davon ausgehen, dass eine Senkung des U-Wertes um 0,1 den Heizenergieverbrauch um 1,2 Liter oder, anders ausgedrückt, um 11,8 Kilowattstunden pro Fenster senkt. Hochgerechnet auf die gesamte Fensterfläche eines Hauses kommen schon stattliche Einsparungen zusammen, wenn man einfachverglaste Fenster gegen Fenster mit Doppelverglasung austauscht. Wählt man statt Doppelverglasung Dreifachverglasung, fallen die Unterschiede noch deutlicher aus.

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