Neue Fensterverglasung richtig auswählen

Fensterverglasung mit dreifacher Scheibe

Fensterverglasung mit drei Scheiben, Bild mit freundlicher Genehmigung von Dämmen-und-Sanieren.de,
Fensterexemplar von Porta Fenster

Wenn Sie neue Fenster kaufen, sind zwei Komponenten besonders wichtig: der Fensterrahmen und die Fensterverglasung. Hier haben wir Ihnen unsere Artikel rund um die Fensterverglasung einmal zusammengestellt. Mit einem Klick auf die Links gelangen Sie zu den jeweiligen Volltexten des Themas.

Die Dreifachverglasung ist zur Zeit die modernste und absolut empfehlenswerte Fensterverglasung. Der U-Wert dieser Dreischeibenfenster liegt durchaus zwischen 0,5 und 0,9 W/m2K. Keine Verglasung hält die Wärme an kalten Tagen besser in den Räumen. Mit schätzungsweise 32 Millionen verbauten Fenstereinheiten gegenüber fast 600 Millionen Fenstereinheiten in Deutschland insgesamt ist die Dreifachverglasung zwar noch nicht in der Breite angekommen. Sie wird aber zunehmend zum Standard bei Neubauten oder wenn es an die Fenstersanierung geht. In den kommenden Jahren dürfte diese Isolierverglasung weiter an Gewicht zulegen. Der wunde Punkt dieser Gläser ist der Preis, der mit 300 bis 540 Euro (ohne Montage) etwas höher ausfällt als bei Fenstern mit nur zwei Scheiben. Besonders wenn man alte Fenster austauscht macht sich eine Dreischeibenlösung jedoch vergleichsweise schnell wieder bezahlt. Und die Vorgaben der EnEV erfüllt diese Fensterverglasung eigentlich durchweg.

Fenster mit Doppelverglasung sind schon recht lange am Markt vertreten. Seit Ende der der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts betraten sie durch die erste Wärmeschutzverordnung die Bühne, haben sich aber in den folgenden Jahrzehnten stetig in vielen Bereichen weiterentwickelt. Moderne Doppelverglasungen haben einen Randverbund, der die Scheiben lange luftdicht hält, eine Edelgasfüllung welche die Isoliereigenschaften deutlich verbessert und eine spezielle Beschichtung, die Wärme in den Raum zurückstrahlt. Die U-Werte moderner Zweischeiben - Fensterverglasung liegen durchaus im Rahmen, den die ENEV an heutige Fensterinstallationen stellt. Dazu sind sie ein wenig preiswerter als Fenster mit Dreifachverglasung.

Die technische und rechtliche Entwicklung hat Fenster mit Einfachverglasung hinter sich zurückgelassen. Die Eisblumen an der Fensterverglasung im Winter sind zwar eine charmante Erinnerung, aber die energetischen Kennwerte - sehr schlechte U-Werte, keine Luftdichtheit - entsprechen heutigen Standards nicht mehr. Nach Branchenangaben sind allerdings immer noch rund 28 Millionen Fenstereinheiten mit Einfachverglasung im Einsatz. Bei solcher Fensterverglasung lohnt sich ein Austausch des Bauteils übrigens aus wirtschaftlicher Sicht fast immer.

Fensterverglasung schützt auch vor Sonne, Schall & ungebetenen Gästen

Der U-Wert ist wichtig, da würde wohl niemand widersprechen. Sie sollten allerdings noch auf andere Gesichtspunkte acht geben, wenn Sie eine neue Fensterverglasung wählen. Das Fenster sollte im Winter nicht nur die Wärme im Haus behalten - an heißen Tagen hat man auch schnell genug von der eingestrahlten Hitze. Besonders Fenster mit Blick nach Süden sind im Tagesgang hoher Sonneneinstrahlung ausgesetzt und sorgen für ungemütliches Raumklima. Sonnenschutzverglasung ist eine der möglichen Lösungen für dieses Problem. Durch Absorption und Reflexion gelangt nur ein Teil der Sonnenstrahlen durch das Fenster hinein. Wie groß der Anteil der zurückgeworfenen oder absorbierten Strahlung ist, teilt der g-Wert entweder über einen Prozentwert oder im Zahlenbereich von 0 bis 1 aus. Mit einem g-Wert von 60% würde ein entsprechender Anteil der relevanten Strahlungsanteile (nicht des Lichtes insgesamt) die Räume nicht erreichen.

Die energieeffizienteste Fensterverglasung und das angenehmste Raumklima dank Sonnenschutz bringen natürlich nicht viel, wenn jedermann ungefragt und vor allem ungebeten durch die Fenster in das Haus gelangen kann. Absolute Sicherheit gibt es nicht, aber mit mechanischen Schutzvorrichtungen wie abschließbaren Fenstergriffen, Aufschraubsicherungen und einer Sicherheitsverglasung mit einer hohen Widerstandsklasse erschwert man Einbrechern den Einstieg deutlich.

Fenster sind nicht nur energetisch betrachtet ein Schwachpunkt in der Gebäudehülle: durch die Fensterverglasung gelangt Schall in das Haus. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Lärm verringert nicht nur kurzfristig den Wohnkomfort. Gerade an vielbefahrenen Straßen oder einer generell sehr lauten Umgebung führt andauernde Schallexposition nach einiger Zeit zu psychischen wie physischen Schäden. Aus diesem Grund entwickelten die Hersteller spezielle Schallschutzverglasung. Mit dieser Fensterverglasung sperrt man Umweltgeräusche zwar nicht völlig aus, aber sie mindert die Belastung von Außen doch spürbar.

Fachbetriebe für Fenster beraten Sie gerne bei der Planung neuer Fenster mit der Fensterverglasung, die zu Ihrer Immobilie passt.