Fenster kaufen – Kurzleitfaden und Berechnungshilfen

Fenster kaufen leicht gemacht

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Sie haben eine Immobilie und wollen sanieren oder Sie bauen neu und möchten neue Fenster kaufen? Hier finden Sie unseren Leitfaden zum Fensterkauf, der Sie in wenigen Schritten durch den Kaufprozess führt. Am Ende des Artikels können Sie über unseren Fensterrechner feststellen, ob sich neue Fenster überhaupt rechnen oder über unsere Fachbetriebssuche direkt Kontakt mit bis zu fünf erfahrenen Fachleuten aus Ihrer Region aufnehmen, die gerne den Fenstertausch fachgerecht übernehmen. So können Sie bequem verschiedene Angebote vergleichen und das beste ausfindig machen. Wenn Sie noch weitere Informationen zur Finanzierung brauchen, finden Sie hier unsere Übersichten:

Der U-Wert ist ein Kernkriterium beim Kauf

Der Wärmeschutz zählt zu den wichtigsten Gesichtspunkten, wenn Sie neue Fenster kaufen. Wie gut Fenster die Wärme im Haus halten, sagt Ihnen der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient). Generell gilt: je niedriger der U-Wert, desto weniger Wärme verschwindet durch die Fenster in die Umwelt und desto weniger muss die Heizung arbeiten.

Der Gesetzgeber unterstreicht mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014, wie wichtig der U-Wert für echte Energiesparfenster ist. Dort ist festgelegt, dass der Wärmedurchgangskoeffizient den Wert von 1,3 nicht zu überschreiten hat. Das erreicht man mit zeitgemäßen dreifachverglasten Fenstern (mehr dazu in Kürze) vergleichsweise einfach. Diese Fenster kosten zwar etwas mehr, allerdings holt man die Anschaffungskosten über die eingesparte Wärme meist innerhalb weniger Jahre wieder herein.

Zur passenden Verglasung gehört auch der richtige Fensterrahmen. Ob dieser aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder einem Verbund dieser Materialien ist, entscheidet mit über U-Wert, Preis, Wartungs- und Pflegeaufwand und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. In unserem Text "Fenster im Vergleich" haben wir Ihnen die Kerneigenschaften der verschiedenen Fensterrahmen zusammengestellt. Kurz gefasst lässt sich sagen: Kunststofffenster sind sehr preiswert, witterungsbeständig und sind mit den U-Werten im Mittelfeld, Holzfenster sind preislich in der Mitte zu verorten, haben aber sehr gute U-Werte und (meist) eine gute Ökobilanz und Aluminiumfenster sind relativ teuer und haben leichte Einbußen beim U-Wert, sind jedoch extrem stabil, langlebig und witterungsbeständig.

Achten Sie auf veränderten Luftwechsel, wenn Sie Fenster kaufen

Beachten Sie, dass sich der Luftaustausch in Ihrer Immobilie merklich verändert, wenn Sie Fenster kaufen, die deutlich bessere U-Werte haben und besser abgedichtet sind. Bei alten Fenstern kam es immer zu einem Luftaustausch, da diese nicht vollständig dicht sind. Bei modernen Fenster ist das anders. In den meisten Fällen reicht es aus, wenn Sie Ihr Lüftungsverhalten im Auge behalten. Das heißt: mehrmals am Tag Stoßlüften. Das ist weitaus effektiver, als die Fenster ganztags gekippt zu halten. Meist ist das ausreichend, um Schimmelbildung zu vermeiden. Aber nicht immer - Sie sollten den Fachmann beim Fensterkauf unbedingt fragen, ob der Lüftungswechsel nach dem Fenstertausch gewährleistet ist. Im Zweifel muss dieser prüfen, ob freies Lüften ausreicht und ein Lüftungskonzept (DIN 1946-6) erstellen. Besonders in gut gedämmten Neubauten oder Altbauten, die man auf ein sehr hohes energetisches Niveau bringt, kann unter Umständen die Installation einer kontrollierten Wohnraumlüftung notwendig sein.

Achten Sie darauf, dass die Fenstermontage nach den anerkannten Regeln der Technik vorgenommen wird. Eine der anerkannten Verfahren ist zum Beispiel die RAL-gütegesicherte Montage, die auf dem aktuellen Stand der Technik aufbaut. So stellen Sie sicher, dass die Fenster auch wirklich dicht sind und stabil sitzen.

Sie wollen Fenster kaufen? Unser kostenfreier Fensterrechner zeigt Ihnen, ob sich die Maßnahme bezahlt macht. Außerdem können Sie in der folgenden Postleitzahlenbox schnell Kontakt mit Fensterexperten aufnehmen, die Ihnen Angebote für die neuen Fenster machen.